Scheidungskinder als Erwachsene
Shownotes
Falls ihr mehr von uns sehen wollt kommt gerne auf unsere Social Media Kanäle
@Seineexunddieboesestiefmutter
findet ihr auf Instagram, Facebook, TikTok und YouTube
Bei Anfragen dürft ihr euch auch gerne per mail an uns wenden
Seineexundieboesestiefmutter@web.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Man sagt ja immer, Kinder verkraften eine Scheidung.
00:00:03: Hauptsache die Eltern streiten nicht mehr!
00:00:06: Aber stimmt das wirklich?
00:00:07: Oder begleiten uns manche Gefühle und Erfahrungen viel länger als wir denken – vielleicht sogar bis ins Erwachsenenleben?
00:00:14: Genau darüber sprechen wir heute.
00:00:17: Wenn ihr wissen wollt wie Scheitung unsere Beziehung unser Vertrauen und unser Leben als Erwachsener beeinflussen kann dann bleibt dran.
00:00:24: Wir freuen uns dass ihr zuhört.
00:00:40: Hallo und herzlich willkommen zurück zu unserem True Family Podcast, seine ex-universalistische Stiefmutter.
00:00:46: Mein Name ist Laura und neben mir sitzt die mittlerweile nicht nur böse Stiefmutter sondern auch die Mutime Lizzo
00:00:53: Hallöchen zusammen!
00:00:55: Jetzt haben wir uns endlich mal wieder ins Mikro zusammengeschafft.
00:00:57: Ja
00:00:57: das ist nicht immer ganz einfach.
00:00:59: Jeder hat jetzt mittlerweile so seine Aufgaben und es ist die Terminfindung passt einfach nicht immer und dieses Mal hat sie daran gehappert dass wir mit dem Skript noch nicht zufrieden waren und das noch ein bisschen verbessern wollten.
00:01:11: Genau, wir wollten es richtig machen und perfekt für euch!
00:01:15: Und das dauert einfach eine Zeit.
00:01:17: Ja deswegen hatten jetzt eine Woche Pause oder zwei Wochen eben länger Pause und jetzt starten wir heute aber denn wir sprechen halt über einen Thema dass sehr viele Menschen betrifft und trotzdem irgendwie wenig wird es trotzdem wenig gesprochen wird nämlich was passiert eigentlich mit den Scheidungskindern wenn sie mal Erwachsener sind?
00:01:38: Denn wenn die Eltern sich trennen, dann richtet sich der Blick natürlich immer auf die Kinder im Hier und Jetzt.
00:01:44: Und man fragt sich verkraften sie die Trennung gut?
00:01:46: Wie geht es ihnen damit?
00:01:47: Brauchen Sie irgendwelche Unterstützung oder Hilfe?
00:01:50: Natürlich ist das wichtig!
00:01:52: Schließlich ist ja eine Trennung für die Kinder ein total einschneidendes Erlebnis.
00:01:56: aber oft gerät ein bisschen aus dem Blick was eigentlich später also Jahre danach, wenn aus den Kindern erwachsen werden.
00:02:06: Ja, viele Menschen tragen ihre Erfahrungen aus dieser Zeit auch lange mit sich.
00:02:11: Manchmal ganz bewusst, manchmal aber auch eher unbewusst.
00:02:15: und erst später merkt man dann vielleicht bestimmte Dinge haben einen Stärker geprägt als man gedacht hat oder nimmt einen Stärke mit.
00:02:24: Vielleicht kennt ihr das auch?
00:02:25: Man ist längst erwachsen für Beziehung trifft eigene Entscheidungen und steht mitten im Leben und trotzdem tauchen irgendwann Fragen auf.
00:02:34: Warum fällt es mir manchmal schwer, Vertrauen zum Beispiel aufzubauen?
00:02:37: Warum habe ich vielleicht Angst vor Konflikten oder davor das eine meine Beziehung scheitern könnte.
00:02:44: Oder warum hab' ich vielleicht als Bedürfnis immer alles zusammenhalten zu wollen?
00:02:49: Natürlich geht es nicht jedem Scheidungskind gleich, denn jede Familie ist anders.
00:02:55: Jede Trennung verläuft anders und jedes Kind verarbeitet solche Erfahrungen auf seine eigene Weise.
00:03:01: Manche blicken heute ganz ruhig darauf zurück andere merken erst Jahre später das bestimmte Gefühle oder muss stattdurch noch eine Rolle spielen.
00:03:10: auch gerade im erwachsenen Alter beginnt oft die eigene Kindheit nochmal Ja, begibt man sich aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
00:03:20: Man versteht Entscheidungen der Eltern vielleicht anders als früher oder man merkt dass es noch Fragen oder Gefühle gibt die manchmal von damals einfach wieder hoch kommen oder noch keinen richtigen Platz haben.
00:03:35: Und besonders spannend wird es für viele, wenn sie selbst eine Partnerschaft führen oder vielleicht sogar eine eigene Familie gründen.
00:03:44: Denn plötzlich taucht die eigene Geschichte auch wieder auf!
00:03:48: Manche stellen sich dann die Frage was möchte ich in meiner Beziehung anders machen?
00:03:53: Was habe ich aus der Trennung meiner Eltern gelernt und welche Erfahrungen möchte ich vielleicht bewusst nicht weitergeben?
00:04:01: Ja also ich bin ja selbst auch Scheidungskind.
00:04:04: Was es geht ja heute sozusagen eigentlich um mich.
00:04:06: Ja!
00:04:08: Und ich muss sagen, als wir so das Skript besprochen haben und ein bisschen nicht mich so eingelesen habe, hab' ich mich total oft wieder erkannt.
00:04:15: Also ob die Charaktereigenschaften des Resultat von der Scheidung sind weiß ich nicht.
00:04:19: aber die Scheidungen meiner Eltern hat auf jeden Fall Spuren in mein Lebensweg gebracht Und heute wollen wir eben über diese unsichtbaren Spuren sprechen und da ein bisschen tiefer einsteigen.
00:04:30: Denn wenn wir darüber sprechen, wie sich eine Scheidung später für uns auf unsere Erwachsene überträgt, lohnt es sich einfach mal einen Blick auf die Kindheit zu werfen.
00:04:41: Wenn Eltern sich trennen verändert sich für Kinder ja oft von einem Moment auf den anderen die ganze Welt.
00:04:47: Plötzlich gibt's Zwei zu Hause, neue Abläufe vielleicht, neue Partner bei den Eltern und vor allem eine Situation die sich die Kinder nicht selber ausgesucht haben.
00:04:58: Viele Kinder lernen in der Zeit schnell sich anzupassen.
00:05:01: sie versuchen stark zu sein oder niemandem zur Lasche zu fallen und versuchen diese Situation irgendwie zu akzeptieren.
00:05:08: Und nach außen wirkt es deshalb ja auch so als würden Sie damit gut zurechtkommen.
00:05:13: Doch vieles von dem was die Kinder in solchen Momenten fühlen bleibt eben unausgesprochen.
00:05:19: Manche haben Angst, einen Elternteil zu verletzen wenn sie sagen dass sie das andere vermissen.
00:05:24: Andere spüren das ihres Eltern selbst mit der Situation so überfordert sind und versuchen deshalb möglichst pflegeleicht zu sein.
00:05:31: Und so entsteht oft ganz stille Gefühle Unsicherheit Traurigkeit Wut oder auch ein Gefühl von Verantwortung Obwohl die Kinder für diese Situation ja eigentlich gar nichts können.
00:05:46: Ein Thema, das viele Scheidungskinder kennen ist eben der Loyalitätskonflikt.
00:05:49: Also dieses Gefühl innerlich zwischen den Eltern zu stehen.
00:05:54: Vielleicht nicht immer offen ausgesprochen aber unterschwellig doch spürbar.
00:05:58: Bei Da Vinci merkt man es jetzt auch bei diesem Schulwechsel zum Beispiel also wo er dann auch gesagt hat ja ich weiß ja die Mama möchte lieber des und der Papa möchte lieber dess.
00:06:09: ein von euch mache ich als traurig wenn ich sage welche Schule ich lieber möchte.
00:06:14: Also das war auch wieder so ein ganz typischer Loyalitätskonflikt, wo er eigentlich nur seine Meinung sagen wollte und sich nicht getraut hat weil da niemand von uns traurig machen wollte.
00:06:23: Ja fand ich auch ganz interessant.
00:06:24: also krass
00:06:26: ja!
00:06:26: Für einen Kind kann es total belastend sein denn eigentlich liebt's ja beide Elternteile und trotzdem entsteht das Gefühl dass man aufpassen muss was man sagt oder fühlt.
00:06:35: Und falls euch das Thema näher interessiert wir haben eine Folge dazu gemacht die heißt hast du mich noch lieb der Loyalität Konflikt?
00:06:43: Da gehen wir ganz intensiv auf das Thema ein.
00:06:46: Genau dazu kommt, dass sich für Kinder auch oft das Gefühl von Stabilität noch verändert in der Trennung.
00:06:52: Die Dinge die vorher selbst verständlich waren wie ein gemeinsames Zuhause oder eine feste Familienstruktur brechen plötzlich weg und verändern sich.
00:07:01: Und als Kind kann man solche Veränderungen oft noch gar nicht richtig einordnen.
00:07:05: Man erlebt sie halt einfach und versucht dann irgendwie mit dem neuen Alltag klarzukommen Und viele verstehen erst Jahre später als Erwachsene, was diese Zeit einig mit ihnen gemacht hat.
00:07:16: Vielleicht erkennt man plötzlich bestimmte Muster dass man zum Beispiel Konflikte lieber vermeidet sehr sensibel auf Spannungen reagiert oder stark versucht Harmonie herzustellen.
00:07:27: und das bedeutet nicht automatisch dass Scheidungskinder später Probleme haben.
00:07:31: Ganz im Gegenteil, viele entwickeln daraus eine große Stärke.
00:07:34: Nämlich ein gutes Gespür für Emotion viel Empathie oder die Fähigkeit sich an schwieriges Situationen anzupassen.
00:07:41: Aber genau diese frühe Erfahrung können eben Spuren hinterlassen.
00:07:45: und die Spuren zeigen sich oft besonders deutlich in einem Bereich unseres Lebens nämlich in unseren Beziehungen als Erwachsener.
00:07:53: Genau da kommen wir in so einen Bereich, indem sich diese Erfahrungen aus der Kindheit bei vielen besonders bemerkbar macht in unsere Beziehung.
00:08:03: Denn Beziehungen sind der Ort an dem Vertrauen nähe Sicherheit aber eben auch Konflikte eine große Rolle spielen.
00:08:10: und genau dieses Thema haben viele Scheidungskinder in ihrer Kindheit sehr intensiv erlebt.
00:08:16: vielleicht nicht immer bewusst, aber auf eine Weise auch die prägt.
00:08:21: Viele erwachsene Scheidungskinder berichten zum Beispiel, dass sie ein anderes Verhältnis zu Beziehungen haben als Menschen, deren Eltern zusammengeblieben sind.
00:08:30: Nicht unbedingt schlechter aber oft bewusster vorsichtiger oder manchmal auch komplizierter.
00:08:38: Ein häufiges Thema ist auch die Angst vor dem Scheitern von Beziehungen.
00:08:43: Wenn man als Kind erlebt hat, dass die Beziehung der eigenen Eltern auseinandergeht kann sich unbewusst die Frage festsetzen halten beziehungen überhaupt wirklich dauerhaft?
00:08:54: auch wenn man rational weiß das jede Beziehungs anders ist bleibt die Erfahrung oft irgendwo im Hintergrund.
00:09:01: Manche werden dadurch auch vorsichtiger.
00:09:03: sie lassen andere emotionalen nicht so schnell an sich ran weil ein Teil von ihnen verhindern möchte, wieder verletzt zu werden.
00:09:12: Und wiederum andere gehen dem genau entgegengesetzten Weg.
00:09:17: Sie sehen sich sehr stark nach Stabilität, Sicherheit in Beziehung vielleicht gerade deshalb, weil sie als Kind erlebt haben wie sich die Eltern plötzlich verändern.
00:09:29: Und für sie ist eine stabile Partnerschaft etwas Besonderes, Wertvolles.
00:09:34: Manchmal sogar dass Sie unbedingt alles richtig machen wollen und dran festhalten.
00:09:41: Ein weiteres Thema wo man sich auch oft wieder erkennt ist die Verlustangst als Scheidungskind also die Sorge verlassen zu werden oder eine wichtige Beziehung zu verlieren.
00:09:53: Diese Angst muss gar nicht immer offensichtlich sein, manchmal zeigt es sich eher subtil zum Beispiel darin dass man sehr sensibel auf Veränderungen in einer Beziehungsreaktion oder schnelles Gefühl bekommt etwas könnte nicht mehr stimmen.
00:10:09: Sie versuchen als den Konflikt möglich zu vermeiden weil Streit für sie automatisch mit Trennung und Eskalation verbunden ist.
00:10:19: Wenn man als Kind vielleicht viele Spannungen zwischen den Eltern erlebt hat, kann das dazu führen dass man als Erwachsener ein sehr starkes Bedürfnis nach Harmonie entwickelt.
00:10:30: Ach ich erkenne mich da in allen Punkten zu hundert Prozent wieder!
00:10:34: Also es kann nicht echt mal so bisschen erzählen.
00:10:36: also mittlerweile kann ich auch ein bisschen besser für mich einstehen.
00:10:40: aber gerade so in meiner jungen erwachsenen Phase oder so, wollte ich Konflikte immer direkt lösen.
00:10:49: Ich konnte Streit überhaupt nicht aushalten – auch das fällt mir heute noch schwer!
00:10:53: Ich habe mich für Dinge entschuldigt die überhaupt nicht meine Schuld waren.
00:10:57: Hauptsache wir streiten nicht also auch nicht nur in Partnerschaften sondern auch mit Freunden.
00:11:02: Ich bin da immer den Weg des geringsten Widerstandes gegangen.
00:11:06: Nicht anecken lieber von allen gemocht werden.
00:11:11: Ich würde jetzt auch sagen, ich bin immer noch total konfliktscheu und es fällt mir super schwer Kritik zu üben.
00:11:18: Aber im Laufe des Lebens lernt man dass es halt manchmal wichtig ist für sich einzustehen.
00:11:24: Ich kann's doch nicht gut aber ich werde auf jeden Fall besser!
00:11:27: Und es gibt ja auch Menschen die zum Beispiel Spannungen sehr genau wahrnehmen können und das kann ich auch total.
00:11:32: also wenn ich Menschen kenne spüre ich sofort wenn jemand eine andere Mimik hat, einen anderen Tonfall.
00:11:40: Ich spür das manchmal, wenn Ben aus dem Schlafzimmer kommt schon ob er irgendwie genervt ist oder gut gelaunt ist.
00:11:47: Da muss noch nicht mal was sagen, spüre ich das schon.
00:11:49: Krass?
00:11:50: Ja und ich habe aber früher auch in der Beziehung mit Daniel oder den Menschen davor, wenn jemand mal einen schlechten Tag hatte Ich weiß nicht, irgendwie ein bisschen vielleicht unfreundlicher war oder nicht so herzlich in seiner Stimmung war.
00:12:05: Hab ich das immer direkt... hab ich gedacht jetzt habe ich was falsch gemacht?
00:12:08: Obwohl man ja... also ich kenne es auch, ich stehe morgens auch manchmal auf und denke hoffentlich spricht mich jetzt keiner an.
00:12:15: Aber ich habe immer gleich gedacht, das liegt jetzt an mir!
00:12:18: Ich habe etwas blöd gemacht, habe ich gestern irgendwas dummes gesagt.
00:12:21: Oh Gott, nicht dass wir uns trennen.
00:12:23: Ganz krass war das immer.
00:12:25: Und ich musste erst mal lernen, dass man eben auch einfach mal einen schlechten Tag haben kann.
00:12:31: Ja und dies tritt bei Scheidungskinder häufig auf und sorgt dann auf der Seite natürlich, dass eine emotionale Dynamik in einer Beziehung direkt spürt aber das man sich eben auch wahnsinnig oft irgendwie Sorgen macht.
00:12:47: Viele erwachsene Scheidungskinder haben außerdem ein starkes Verantwortungsgefühl bzw.
00:12:52: Sie möchten, dass Dinge funktionieren und sie investieren super viel reflektierend viel und versuchen eben Probleme immer direkt zu lösen Und es gibt aber halt nicht immer eine Lösung.
00:13:05: Ich habe zum Beispiel auch noch nach einer Lösung gesucht als eigentlich klar war also nein und ich werde trennen uns das gibt für unser Problem keine Lösungen.
00:13:15: Aber es hat wirklich gedauert bis mein Verstand verstanden hat dass es halt so ist.
00:13:23: Also, das war für mich schon auch... Man sucht immer nach einer Lösung und da muss doch eine Lösung geben!
00:13:29: Aber es gibt halt nicht immer eine Lösung.
00:13:31: Das muss man dann manchmal erst mal lernen, dass diese Harmoniebedürftigkeit nicht über allem stehen kann.
00:13:37: Dass man manchmal den Konflikt wählen muss.
00:13:40: Und es sind auch nicht die großen Konflikte, sondern manchmal auch die kleinen Konflikte.
00:13:44: Ich weiß noch, wir haben hier einmal eine Marquise gekauft.
00:13:47: War das alles so super unzuverlässig?
00:13:49: Und ich habe dann ganz lange mit diesem Händler irgendwie versucht, eine Lösung zu finden.
00:13:54: Weil ich halt diesen Konflikt nicht eingehen wollte und ich sagen wollte, dass er eigentlich Scheiße gebaut hat!
00:13:59: Und Ben hat dann direkt, der ist da hingefahren, gesagt sie können ihre Markise behalten... Ich hab gesagt, das kannst du jetzt doch nicht machen!
00:14:05: Doch na klar, das ist nicht das was wir wollten!
00:14:08: Also es fängt schon.. Es muss nicht ein großer Konflikts sein, sondern auch die kleinen Dinge wo ich dann eher Versuch im Kompromiss zu finden, der aber für mich oft schlechter ist.
00:14:17: Und dem aus dem Weg gehen?
00:14:18: Hauptsache man hat Frieden!
00:14:20: Genau.
00:14:22: Manche haben auch das Gefühl dass sie es halt besser machen möchten als ihre Eltern vielleicht nicht aus Vorwurf sondern aus Wunsch heraus eben wie du auch gesagt hast eine Stabilität zu schaffen und vielleicht auch etwas zu durchbrechen was ich selber erlebt habe.
00:14:37: Ich hatte zum Beispiel auch den krassen Wunsch, dass meine Kinder nicht als Trennungskinder aufwachsen müssen und als wir uns dann getrennt haben war das eigentlich auch die größte Tragödie für mich.
00:14:47: Also klar unsere Beziehung war gescheitert.
00:14:49: aber dass da Vinci nicht in dieser Stabilität aufwachen kann, die ich mir für ihn gewünscht habe, war echt ein ganz großer Punkt.
00:15:00: also dieses Jetzt hab' ich versagt!
00:15:04: Das war schon schlimm.
00:15:07: Genau, das sind jetzt so mal die Erfahrungen die ich so mit einbringen kann finde echt mich da ganz oft wieder.
00:15:15: Und wir wollten aber auch mal schauen, ob es Studien dazu gibt die das ein bisschen verifizieren können?
00:15:21: Es gibt nämlich noch mehr Punkte.
00:15:23: ich habe nämlich gelesen dass Erwachsene Scheidungskinder zum Beispiel ein erhöhtes Risiko haben sich widerscheiden zu lassen oder ein höheres Risiko für Depressionen und Angststörungen haben.
00:15:34: Ein geringer Selbstwertgefühl in Helfer-Syndrom.
00:15:39: also man liest ja ganz viel wenn man sich damals rein fuchst.
00:15:44: Und ich habe auch gelesen, dass sie einen schlechteren Bildungsstand haben.
00:15:47: Melissa!
00:15:48: Du bist doch unsere Studienfrau.
00:15:51: Was
00:15:51: sagten wir mal?
00:15:51: Was hast du rausgefunden?
00:15:53: Also erst mal möchte ich noch kurz sagen was das ganz schön krass ist, was du jetzt so ein bisschen erzählt hast und was mir das total leid tut.
00:15:59: Ich glaube es ist dann manchmal mehr verankert oder tiefer verankerd wie man denkt oder wie man glaubt Und ich bin total stolz auf dich.
00:16:09: Du machst das super!
00:16:12: Ja, es ist so man lernt mit jedem Ding ein bisschen mehr und man kommt da immer mehr aus seinem Studel raus und ich finde du machst das schon richtig gut auch wenn nur als im Daniel die Meinung sagst.
00:16:23: Das denke ich so wow cool und er hört auch auf dich.
00:16:30: Also das möchte ich noch mal dazu sagen.
00:16:32: Ich habe mittlerweile gelernt zu äußern
00:16:37: Ja, ich habe viel recherchiert und tatsächlich gibt es zu ziemlich viele Forschungen muss man sagen.
00:16:42: Ich hab auch wirklich mega viel interessante Sachen gefunden aber natürlich wie immer nur das Wichtigste für euch rausgesucht und zusammengefasst.
00:16:52: Denn viele Langzeitstudien beschäftigen sich genau mit dieser Frage welche Spuchen hinterlässt eine elterliche Schattung langfristig?
00:17:03: Dabei konzentrieren sich die meisten Untersuchungen auf Drei große Bereiche, also der eine Bereich ist die psychische Gesundheit zum anderen auf Beziehung und Partnerschaften.
00:17:15: Und dann auf den allgemeinen Lebensverlauf.
00:17:19: Der erste Bereich, die psychischen Gesundheit, da zeigen einige Studien dass Menschen deren Eltern sich In ihrer Kindheit getrennt haben im Erwachsenenalter statistisch etwas häufiger mit Themen wie depressiven Verstimmungen, emotionalen Stress oder innere Unsicherheit zu kämpfen haben.
00:17:40: Und in einer großen Langzeitstudie mit Erwachsenden zwischen fünf und dreißig und vierundachtzig Jahren zeigt es sich zum Beispiel dass Menschen aus Scheidungsfamilien ein etwa eins Kommassivenfach höheres Risiko für depressive Symptome hatten, als bei denen nur die Eltern nicht getrennt waren.
00:18:01: Und diverse Weitereuntersuchungen kommen zu ähnlichen Ergebnissen in manchen Studienberichten etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent der erwachsenen Scheidungskinder von stärkeren emotionalen oder sozialen Belastungen während dieser Anteil beim Menschen aus stabilen Familien eher bei ungefähr zehn Prozent liegt.
00:18:23: Allerdings wird hier immer wieder betont, dass die Scheidung selten der einzige entscheidende Faktor ist.
00:18:32: Viel wichtiger ist oft wie die Trennung ablieft also wie stark die Konflikte zwischen den Eltern waren, wie stabil die Beziehungen zu den Eltern danach auch geblieben sind und wie viel Unterstützung ein Kind in dieser Zeit bekommen hat.
00:18:48: Der zweite große Bereich betrifft Beziehung und Partnerschaften im emwachsenen Alter.
00:18:53: Auch hier zeigen Studien interessante Muster, denn Menschen deren Eltern sich getrennt haben gegen Partnerschaft oft etwas vorsichtiger an.
00:19:02: Manche heiraten später oder entscheiden sich seltener für eine Ehe.
00:19:07: Gleichzeitig zeigen einige Untersuchungen dass das Risiko für eine eigene Scheidung also statistisch erhöht sein kann.
00:19:18: Um genau zu sein, etwa siebzig Prozent ein höheres Scheidungsrisiko.
00:19:25: Das ist aber viel!
00:19:26: Und dann heißt etwas erhöhtes ist ja richtig krass erhöht.
00:19:32: Okay?
00:19:33: Genau und besonders interessant ist dabei ein Effekt und zwar wenn beide Partner aus Scheidungfamilien stammen kann sich dieses Risiko noch mal deutlich erhöhen.
00:19:45: Auf
00:19:45: hundert Prozent!
00:19:48: Wenn beide Scheitungen
00:19:49: gehen lassen?
00:19:50: Nein, aber in der Zerzologie spricht man hier manchmal von einer intergenerationalen Weitergabe von Scheidung.
00:20:01: Also davon das Beziehungsmuster sich über Generation hinweg teilweise wiederholen können.
00:20:09: Okay Das ist interessant.
00:20:14: Ich heiferte einfach gar nicht mehr.
00:20:18: Aber das ist krass, gell?
00:20:19: Das ist ganz schön viel.
00:20:20: Sechzig bis siebzig Prozent
00:20:22: und dann wenn beide auslöschen also finde ich schon... Gut!
00:20:28: Na ja, gehen wir in den dritten Bereich über den Betrifftel.
00:20:31: Ich mach gleich noch mal was dazu.
00:20:33: Machen wir
00:20:34: weiter.
00:20:35: Der dritte Bereich betrifft den allgemeinen Lebensweg und den Umgang mit Beziehungen und Konflikten.
00:20:42: Also hiermit beschrieben, dass Scheidungskinder im Erwachsenenalter häufig ein besonders ausgeprägtes Gespür für zwischenmenschliche Dynamiken entsteht.
00:20:52: Laura?
00:20:53: Sie reflektieren Beziehung oft stärker, achten sensibler auf Konflikte und beschäftigen sich intensiver mit Themen wie Kommunikation oder emotionaler Sicherheit.
00:21:05: Ja bei Kommunikations bin ich ja jetzt auch bald der Eskalationstrainerin, das hat ja auch viel mit Kommunikion zu tun.
00:21:11: Genau also ich wollte ja vorher nicht unterbrechen aber ich bin ja zum Beispiel eben auch nicht verheiratet.
00:21:16: und dass mit den Konflikten etc.
00:21:18: habe ich ja auch schon so ein bisschen erzählt und finde ich mich auch wieder.
00:21:22: ne?
00:21:24: Ich bin nur was die Scheidungsanrate oder die Scheitungsrate angeht.
00:21:28: Also skeptisch will ich jetzt vielleicht nicht sagen, aber es gibt ja so viele Gründe warum man sich scheiden lässt.
00:21:34: Das heißt jetzt nicht wenn ich mich jetzt scheiden lasse weil mein Ex-Partner zum Beispiel fremd gegangen ist dann hat das da nichts damit zu tun dass ich eine Scheidung erlebt habe.
00:21:43: Das finde ich so interessant.
00:21:48: Generell ist auch die Gesellschaft ein bisschen im Wandel... Ehen werden generell häufiger geschieden, heutzutage.
00:21:57: Das
00:21:57: wollte ich gerade noch sagen.
00:21:58: Man hält halt nicht immer an allem fest und will alles retten.
00:22:04: Und es wird ja auch statistisch gesehen weniger geheiratet.
00:22:09: Dass Scheidungskinder aber weniger oft heiraten kann ich mir gut vorstellen weil man erlebt hat dass man mit einer Ehe jetzt keine Garantie für ewige Liebe absichern kann weil das ja bei den Eltern auch nicht geklappt hat, sozusagen.
00:22:28: Aber was ich auch noch interessant fand ist wie die Beziehung zwischen Eltern und Kindern immer wachsenden Alter dann ist zu den Eltern, die sich haben scheiden lassen, zu den eigenen Eltern.
00:22:43: Ja, das ist interessant, erzähl mal!
00:22:44: Ich habe herausgefunden dass erwachsene Scheidungskinder ihre Beziehungen zu den Eltern durchschnittlich also im Durchschnitt etwas anders beschreiben als Menschen aus Familien, bei denen die Eltern zusammengeblieben sind.
00:22:56: Besonders interessant ist dabei der Unterschied zwischen Mutter und Vater.
00:22:59: denn da wird noch mal ganz klar die Beziehung zur Mutter im erwachsenen Alter ist häufig stabiler und enger während die Beziehen zum Vater bei den Scheidungskinder statistisch gesehen häufig distanzierter wird.
00:23:12: das hat oft den Grund dass ja früher Es wandelt sicher alles, aber früher war es ja schon oft so dass die Kinder bei der Mutter geblieben sind.
00:23:20: Also in den meisten Fällen und ich kann das auch ein bisschen bestätigen also ich bin schon auch größtenteils beim meiner Mama aufgewachsen, also ist im ganz klassischen Residenzmodell Ich habe jetzt kein schlechtes Verhältnis zu meinem Papa Aber ich hab' schon insgesamt häufiger mit meiner Mama Kontakt Und würde auch tatsächlich sagen aufgrund der Trennung ist, weil ich eben halt viel näher bei meiner Mama war als beim meinem Papa.
00:23:48: Und wenn ich dann bei meinem Papa war musste ich den ja auch noch mit meinen Geschwistern teilen.
00:23:53: also es war ja auch wenig ganz wenig Zeit die ich nur mit meinem Papa hatte sozusagen und damals war das natürlich nicht so modern wie heute mit in verschiedenen Modellen.
00:24:06: da wurde tatsächlich ja eigentlich das Residenzmodell ausgeübt.
00:24:10: Also ich weiß, ich hatte eine Freundin die hat schon relativ viel Zeit mit beiden Elternteilen gehabt.
00:24:15: aber ansonsten kann ich mich so an die wenigen Scheidungskinder in meiner Kindheit nur als Residenzemodeller erinnern und dadurch ist natürlich die Bindung zu dem Elternteil bei dem man gelebt hat stärker
00:24:31: Ja voll.
00:24:32: Ich bin mal gespannt, was die Studien so in zwanzig Jahren sagen denn das Wechselmodell hat ja in Deutschland erst so in den Zweitausender angefangen für Gespräche zu sorgen und tatsächlich ab zwei Tausendzehn wurde es erst langsam bekannter.
00:24:47: Da bin ich auch mal gespannt wie da Vinci vor allem im Erwachsenenalter so zurechtkommt weil man will ja eigentlich nur das Beste.
00:24:55: was auch noch eindrücklich ist dass erwachsene Scheidungskinder ihre Beziehung zu beiden Eltern im Durchschnitt weniger unterstützend wahrnehmen als Menschen aus nicht getrennten Familien.
00:25:11: Das bedeutet ja nicht, dass die Beziehungen schlecht sind sondern einfach nur das sie sich anders entwickelt.
00:25:17: aber die Forscher sagen auch immer wieder und betonen immer wieder Die Scheidung selbst ist eben nicht der Faktor oder der wichtigste Faktur viel wichtiger es wie die Eltern nach der Trennung miteinander umgehen.
00:25:29: Da wiederholen wir uns total oft und wir haben das ja vorhin auch schon angesprochen, aber wenn Eltern eben stark im Konflikt bleiben und übereinander schlecht sprechen vor den Kindern kann es halt die Beziehung wirklich langfristig schaden und belasten.
00:25:45: Und wenn Eltern dagegen respektvoll miteinander um gehen und dem Kind das Gefühl geben beide lieben zu dürfen dann bleibt die Beziehung eben oft stabiler.
00:25:57: Das ist auch das, was wir euch immer wieder ans Herz legen und ich weiß es ist super schwierig weil da müssen ja irgendwie auch beide im Boot sein und das ist halt leider oft nicht so.
00:26:07: Ich glaube das wünschen sich ja auch ganz viele dass es irgendwie harmonisch bleibt aber es ist halt so ein Kampf den man einfach oft mit dem X führt oder mit der mit der X Ja wo einfach auch manchmal viele Emotionen mitspielen ist halt super schwer.
00:26:25: Ich will noch einen ganz kleinen Ausflug machen zu den Bildungsständen von erwachsenen Scheidungskindern.
00:26:30: Ich habe nämlich kurz gedacht, alle Scheidungskinders sind blöd, so haben wir das gelesen.
00:26:36: Weil ich gelesen hab, Scheidungenkinder haben häufig an schlechteren Bildungsstand.
00:26:40: Habe ich gedacht was?
00:26:42: Und da möchte ich kurz sagen also statistisch gesehen stimmt es insofern dass die tatsächlich nicht oft oder dass es einen statistischen Effekt gibt, dass sie niedrigere Bildungsabschlüsse haben.
00:26:56: So wie ich das aber gelesen habe ist der Effekt nicht sehr groß – ich glaube als es war eine ganz kleine Prozentzahl!
00:27:02: Es gibt nämlich auch Kinder die nach der Scheidung deutlich bessere Noten haben weil der familiäre Stress weniger wird.
00:27:09: und damit will ich jetzt mal sagen... Die Scheidungen der Eltern bedeutet nicht, dass man weniger Chancen hat auf den hohen Abschluss.
00:27:16: Es kommt da wirklich auf ganz viele Faktoren an.
00:27:18: Aber es gibt tatsächlich einen statistischen Unterschied, aber nur einen kleinen.
00:27:25: Und damit möchte ich das abhacken!
00:27:29: Ja, ich glaube der spielt halt auch noch was... Es ist ja oft so, wenn man sich scheiden lässt dann ist er oft ein Elternteil finanziell einfach schlechter dargestellt.
00:27:40: Also es ist ja alleinerziehend, das sind oft auch von Armut betroffen.
00:27:44: Die wohnen dann natürlich auch in Vierteln wo vielleicht die schulische einfach schlechtere Schulen sind der Bildungsstand in den Viertel schlechter ist.
00:27:56: also ich glaube da kommt halt auch viel auf sowas drauf an
00:27:59: und dann geht's den Kindern schlecht die nach dem was für einem Alters ist denn weil sich die Eltern grad trennen Pubertät oder so dass sie dann halt keinen Bock mehr auf Schule haben nicht mehr lernen dann komplett resignieren.
00:28:09: Genau,
00:28:10: also ich glaube das mit dem Bildungsstand ist einfach super schwierig.
00:28:13: Wann trennen sich die Eltern?
00:28:15: Wie geht es danach weiter?
00:28:16: Dann auch wenn die Mutter oder der Vater so viel arbeiten muss dass die Kinder natürlich nach der Schule vielleicht ihre Hausaufgaben alleine machen müssen... Also ich finde da kommt so viel zusammen, dass man jetzt nicht sagen kann ein Kind sitzt Automatisch macht einen schlechteren Abschluss, weil die Eltern getrennt sind.
00:28:42: Da ist es einfach voll.
00:28:44: das große Thema deswegen... Es gibt einen kleinen statistischen Unterschied aber nur einen kleinen.
00:28:53: Das sind alle beruhigend und ich meine du bist jetzt auch nicht dumm?
00:28:58: Nein!
00:29:01: Was ich noch reinwerfen möchte so in den Raum.
00:29:04: also meine Eltern sind nicht getrenned Aber ich habe trotzdem negative Prägungen durch meine Kindheit, die mich bis heute beschäftigen.
00:29:13: Also ich möchte dieses Thema Trennung der Eltern nicht beschönigen oder runterspielen und ich hab auch wunderbare Eltern, die alles gegeben haben.
00:29:21: aber was ich damit sagen möchte Auch Trennungseltern haben wahrscheinlich Alles gegeben Damit es ihren Kindern gut geht.
00:29:28: aber man kann nicht alles richtig machen und auch nicht alles verhindern.
00:29:32: Eine Kindheit prägt und leider gibt es dann auch negative Erlebnisse, die sich nicht immer vermeiden lassen.
00:29:39: Wie zum Beispiel eine Trennung.
00:29:40: Und damit bin ich glaube schon so ein bisschen bei meinem Fazit angelangt.
00:29:45: Es liegt ganz viel daran wie einer Trennung abläuft.
00:29:48: Das hat ja Laura und ich auch schon immer wieder erwähnt, dass ich glaube in ganz vielen Podcast folgen.
00:29:53: Ich glaube das Wichtigste was ihr als Eltern tun könnt ist auch neutral zu bleiben.
00:29:59: Dass man über den Ex-Partner Ja, denkt oder was man für ihn empfindet ist eine Sache.
00:30:06: Aber die andere Sache ist wie es dem Kind geht also sozusagen wie berufliches und privates zu trennen Was natürlich auch extrem schwierig ist wenn Emotionen oder unterschiedliche Ansichten eine große Rolle spielen aber auch hier einfach das Beste geben Und wenn's nicht immer perfekt ist und auch mal etwas böses rausrutscht über den anderen.
00:30:27: Das ist alles menschlich Genau.
00:30:31: Ja, und gerade wenn man selbst Scheidungskind ist kann es hilfreich sein sich bewusst zu machen wie man Beziehungen führen möchte.
00:30:38: Und worauf man vielleicht bestes Sonders achten sollte.
00:30:41: Und das sind so ein paar Punkte die habe ich noch zusammen gefasst die kann ich euch mal noch so bisschen mitgeben.
00:30:47: Man kann zum Beispiel versuchen die eigene eigene Muster erkennen also man sich selbst Beobachten.
00:30:53: im Beziehung reagiert man vielleicht besonders sensibel auf Streit oder hat schnell Angst vor Verlust.
00:30:59: Allein dieses Bewusstsein dafür kann ja schon viel verändern und auch Kommunikation ernst nehmen, dass man offen über Gefühle spricht und Unsicherheiten die aus Ängsten entstehen nicht herunterschlucken sondern ehrlich Gespräche schaffen in der Beziehungen.
00:31:15: ich glaube das ist ja sowieso wichtig dass man gut miteinander kommuniziert Und man muss lernen und das musste ich vor allem auch lernen, dass man Konflikte nicht immer vermeiden kann.
00:31:25: Streit bedeutet nicht automatisch, dass eine Beziehung scheit hat sondern... ...dass man vielleicht auch was für sich löst.
00:31:34: Also ich habe ja oft mich auch entschuldigt für Dinge die gar nicht meine Schuld waren.
00:31:39: Ich glaube, man muss auf jeden Fall auch mal ein Konflikt eingehen.
00:31:46: Entscheidend ist, dass man einen respektvollen Umgang miteinander behält.
00:31:49: Also muss ich ja nicht beleidigen gegenseitig sondern in erwachsenem Konflikt führen und man muss realistische Erwartungen haben.
00:31:58: also keine Beziehung ist perfekt.
00:32:00: es gibt Höhen- und Tiefen in jeder Partnerschaft die gehören dazu.
00:32:04: Ja sich selbst reflektieren ist auch super wichtig.
00:32:07: also man muss sich vielleicht manchmal fragen reagiere ich jetzt gerade richtig auf diese Situation oder ist vielleicht irgendwie eine alte Erfahrung aus meiner Kindheit wie eine Verlustangst?
00:32:17: Und dann vielleicht noch ein kleiner Gedanke für den Fall, dass man merkt das alte Muster gerade sehr stark ist.
00:32:24: Reflektiert die Situation nehmt euch im Moment, sprecht mit eurem Partner was gerade passiert ist und wenn ihr merkt, dass euch diese Themen aus der Kindheit oder dauerhaft einfach belasten, dann sucht euch jemanden mit dem ihr darüber sprechen könnt eine Beratung oder vielleicht auch einfach einen Vertrauter Mensch.
00:32:42: Die Erfahrungen aus der kindheit können uns prägen aber sie müssen nicht bestimmen wie wir unsere eigene Beziehung führen und die Beziehungen verlaufen.
00:32:50: Viel wichtiger ist, dass wir unsere Geschichte bewusst werden und entscheiden welchen Weg wir selbst gehen möchten.
00:33:01: Ich habe ja heute in diesen ganzen Studien- und Erfahrungsbrüchten selber erkannt und weiß auch über meine Stärken und Schwächenbescheid.
00:33:08: Die Scheidung von meiner Eltern hat mich natürlich geprägt Aber Scheidungskind zu sein bedeutet nicht, dass man als Erwachsener keine glückliche Beziehungen führen kann oder dass man eine Chance auf ein normales Familienleben verwirkt hat.
00:33:23: Es macht einen vielleicht ein bisschen anfälliger aber es lässt einem auch etwas wachsamer sein.
00:33:28: Im Übrigen sind meine Schwestern und Stiefgeschwister fast alle verheiratet.
00:33:35: Ich bin sozusagen das Schlusslicht der Familie was das angeht.
00:33:39: Ja, das kann sich ja nicht ändern.
00:33:40: Falls
00:33:40: sich was daran ändert, sage ich euch Bescheid!
00:33:45: Aber da Ben und ich beide aus Scheidungsfamilien kommen...
00:33:48: Echt?
00:33:48: Ich bin auch Stimmspennin?
00:33:49: Ja, ich glaube dann ist unsere Scheidungwahrscheinlichkeit bei hundert Prozent.
00:33:53: Lassen wir es deswegen einfach sein.
00:33:58: In diesem Sinne falls ihr genau wissen wollt ob ich jemals heirate Dann kommt doch auf unsere Instagram-Seite, da fahrt ihr das wahrscheinlich noch viel schneller.
00:34:07: Seine Ex um die böse Stiefmutter, da findet ihr uns!
00:34:10: Ansonsten hat es mir heute richtig viel Spaß gemacht, Melissa.
00:34:13: Tito mein Schatz?
00:34:14: Ja
00:34:14: ne?!
00:34:16: Jetzt kommt ja dann bald die ganze Ferienzeit... Wir schauen mal wir haben glaube ich gar nicht so richtig vorne Pause zu machen.
00:34:22: Wir müssen das nochmal genau über den Kalender spickeln.
00:34:26: Ich habe die Sommerferien werden wieder ein bisschen herausfordernder Fingstferien, falls ihr die habt.
00:34:31: Wir haben ja hier im Süden Fingestferien.
00:34:34: Die verbringe ich auch wieder am Strand.
00:34:35: da nehme ich euch wahrscheinlich wieder ein bisschen mit und bis dahin bereiten wir noch ein bisschen was vor dass wir da keine Pause machen müssen.
00:34:43: Was gibt es dann noch zu sagen?
00:34:45: Wichtig unsere Mikros!
00:34:46: Wir mussten leider auf unseren Ersatzmikros umschwenken weil unsere tollen, die wir sonst immer benutzen, Defekte sind.
00:34:54: deswegen der Ton ist heute nicht ganz so gut Gut, aber wir hoffen das nächste Mal sind wir wieder in bester Lautstärke und Qualität vorhanden.
00:35:04: Ja genau ich hoffe mal hört es nicht so arg.
00:35:06: Wir haben uns jetzt Mühe gegeben Aber so ist es jetzt halt.
00:35:11: Und dann sagen wir
00:35:13: Bleibt
00:35:13: gesund!
00:35:14: Ich übe schon mal Arrivederci.
Neuer Kommentar